Alkersum - Die Landschaft

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Einige Anmerkungen zu Landschaft von Alkersum

In der Umgebung von Alkersum finden wir drei Landschaften:

Die Geest, das Moor und die Marsch

Die Föhrer Geest ist in der vorletzten Eiszeit entstanden. Sie besteht im oberen Teil überwiegend aus sehr mächtigen Sandschichten. Die Oberfläche ist vor allem durch die sehr lange Bewritschaftung, verschieden stark vom Humus durchsetzt. Mergel- und Tonablagerungen sind erst in Tiefen von über 30m anzutreffen.

Geest Landschaft

Der Moorgürtel entstand am Rande der Geest durch Staunässe nach der letzten Eiszeit. Die Moorschicht ist in der vorchristlichen Zeit durch verschieden hohe Wasserstände der Nordsee mit Sand und Kleiboden (schwemmland) abgedeckt. Diese Schicht ist etwa einen Meter stark. Bis etwa 1950 wurde in unserem Moor Torf für den Hausbrand gewonnen.

Die Marsch wurde durch Meeressedimente über eine lange Zeit aufgebaut. Auf Föhr sprechen wir von einer alten - bzw. kaiserzeitlichen Marsch. Es gibt aber einen kleinen Teil neuzeitlicher Marsch, deren Bildung erst mit der Fertigstellung des Föhrer Seedeiches um 1492 endete.

Marsch Landschaft

Die Insel Föhr ist seit Jahrtausenden Kulturland, und somit ist die Landschaft auch von den Menschen gerstaltet. Die Intensität der Landnutuzung war in verscheidenen Epochen verschieden stark ausgeprägt. Eine stärkere landwirtschaftliche Nutzung hat es historisch in der Bronzezeit, in der Eisenzeit, nach der friesischen Besiedlung und im hohen Mittelalter gegeben. Es gab aber auch Zeiten, in dem die Landwirtschaft fast zum erliegen kam, so z.B. nach 1500. Damals enstanden auf der Geest große Heideflächen, die zum Teil erst nach 1900 wieder in Bewirtschaftung genommen wurden.

Die jetzige Oberflächengestaltung erfolgte während und nach der Flurbereinigung in den schzioger Jahren. auf der Geest und in der Marsch wurden Windschutzhecken angelegt, dagegen hat man in der Moorregion einen natürlichen Aufwuchs von Büschen und Sträuchern. Auch wurden die landwirtschaftlichen Wirtschaftswege befestigt und die Entwässerung neu geregelt. Nach weiteren Erschließungsmaßnahmen wie die Wasserversorgung und Elektrifizierung konnten Bauernhöfe aus der engen Ortslage in die Feldmark ausgelagert werden. Nach der Auslegung von Wasserschutzgebieten ist die Geest weitestgehend in Grünland umgewandelt worden, diese hat schon teilweise zur Versteppung geführt. Auch ist der Ackerbau in der Marsch auf Grund von politischen Vorgaben stark eingeschränkt worden.

Man kann also festhalten, daß das Aussehen der Landschaft einem ständigen Wechsel unterworfen ist.

erstellt von A. Arfsten


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